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Thema Trigema: Es gibt sie noch! Die Unternehmen der alten Schule, für deren Führung und Firmenkultur Werte eine Rolle spielen, die nicht oder nur schwer nachweisbar einen positiven Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung haben. Vielmehr verpflichten derartige Philosophien zu

einem besonderen sozialen Engagement über die gesamte Wertschöpfung hinweg. Dass Firmen, die sich einem solchen Ziel verschrieben haben, durchaus auch in Branchen angesiedelt sein können, von denen es der Homo oeconomicus nicht erwarten würde, überrascht umso mehr.
Die Branche ist ausgerechnet die Textilindustrie, welche in den letzen Jahren eher durch die Verlagerung ihrer Produktionsstätten in so genannte Billiglohnländer von sich reden machte. Das Unternehmen, das gegen den Strom zu schwimmen scheint und dabei trotzdem Gewinne einfährt, heißt Trigema, ist in Deutschland ansässig und beschäftigt rund 1200 Mitarbeiter. Nach eigenen Angaben ist es wesentlicher Bestandteil der Firmenphilosophie, die Wertschöpfung bei Trigema komplett “Made in Germany” zu bewerkstelligen und Rohstoffe ausschließlich in der EU zu beziehen. Darüber hinaus garantiert der Geschäftsführer Wolfgang Grupp jedem Kind seiner Mitarbeiter einen Trigema Arbeits- oder Ausbildungsplatz nach dem Schulabgang. In einem Interview in der Printausgabe (Nr. 1/07) der Unicum Beruf besinnt er sich auf die alten Tugenden des Unternehmertums und bezeichnet es als „selbstverständlich“ die Verantwortung für die Mitarbeiter und die Firma zu tragen. Bleibt zu hoffen, dass sich in Zukunft (wieder) mehr Unternehmer in Deutschland bei ihren Entscheidungen von einer solchen Einstellung wie bei Trigema tragen lassen.

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1 Comment so far

  1. Alexander Geilhaupt on April 2, 2007 12:28 pm

    Die Entwicklung bei Trigema verfolge ich bereits seit längerem mit viel Freude. Wolfgang Grupp scheint mit dem, was er verdient wirklich zufrieden zu sein. Sonst würde er seine Mitarbeiter nicht so unterstützen.
    Er hat wenigstens erkannt, dass wenn es in Deutschland nicht mehr genügend Arbeitsplätze gibt auch die Kaufkraft abnimmt. Was nützt es DaimlerChrysler in Südafrika zu produzieren, wenn es in Deutschland niemanden mehr gibt, der eine C-Klasse bezahlen kann?

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